Afrika

Savanne in Afrika
Savanne in Afrika

Afrika – da denkst du sicher zuerst einmal an heißen Wüstensand und dunkelhäutige Menschen, die in Buschhütten leben. Doch auf dem riesigen Kontinent gibt es natürlich auch Berge und grüne Wälder. Menschen mit den verschiedensten Hautfarben leben dort. Und faszinierende Millionenstädte gibt es inzwischen ebenfalls.

Der Kontinent Afrika liegt südlich von Europa, von dem er durch das Mittelmeer getrennt ist, und westlich von Asien, mit dem er durch die etwa 150 km breite Landenge von Suez verbunden ist. Afrika hat mit seinen Inseln eine Fläche von 30 Millionen Quadratkilometern und ist damit etwa dreimal so groß wie Europa. Rund 780 Millionen Menschen verschiedener Völkergruppen leben dort. Ihre Sprachen weisen eine ungeheure Vielfalt auf.

Kein Festland, außer Südamerika, ist geografisch so wenig gegliedert wie Afrika. Große Halbinseln und tiefe Buchten fehlen. Die wichtigsten Flüsse sind der Nil, der Sambesi, der Limpopo, der Oranje, der Kongo, der Niger, der Volta, der Gambia und der Senegal. Der größte See ist der Victoriasee im Osten.

Afrika liegt beiderseits des Äquators. Die Zone am Äquator weist tropisches Klima mit Regen zu allen Jahreszeiten bei geringen Temperaturschwankungen auf. Im Norden und Süden grenzen Zonen mit abwechselnden Regen- und Trockenzeiten an. Kaum oder wenig Niederschläge gibt es in den Wüsten Sahara, Kalahari und Namib an der Westküste von Südafrika. Am Nordrand und in Südafrika zeigen sich subtropische Einflüsse. Schnee fällt nur in den Hochgebirgen.

Die Pflanzenwelt zeichnet sich aus durch immergrünen Regenwald im Kongobecken und Guinea. Nördlich und südlich davon schließen sich Feucht-, Trocken- und Dornsavannen an. Im Gegensatz zu den reinen Wüsten Sahara und Namib gibt es im Nordwesten und Süden immergrünen Pflanzenwuchs.

Besonders im tropischen Regenwald herrscht ein großer Artenreichtum. Hier leben die verschiedensten Vogel-, Insekten- und Fledermausarten, Klettertiere wie Affen und Halbaffen, Baumschlangen und Flughörnchen. In der Savanne dagegen gibt es vornehmlich Huftiere wie Antilopen, Gazellen und Zebras, Laufvögel wie Strauße und Trappen sowie Hyänen und Raubkatzen wie Löwen und Geparde. Außerdem leben in der Savanne die größten Landsäugetiere der Welt: Elefanten, Nashörner, Giraffen und Büffel.

In Afrika herrscht die Agrarwirtschaft vor. Haupterzeugnisse sind Erdnüsse, Kakao, Bananen, Palmöl, Kaffee und Baumwolle. Das Kontinent ist reich an Bodenschätzen. So werden z. B. Gold, Diamanten, Platinmetalle, Antimon, Kupfer, Mangan und Chrom abgebaut. In Nigeria, Algerien und Libyen wird Erdöl gefördert. Außer den landwirtschaftlichen und Bergbauerzeugnissen werden auch Edelhölzer ausgeführt. Handelspartner sind die EU-Staaten und die USA.

Die Infrastruktur Afrikas ist noch kaum entwickelt. Eisenbahnnetze finden sich nur in Nord- und Südafrika. Das Straßennetz wird erst ausgebaut. Von Bedeutung sind der Luftverkehr sowie die Binnenschifffahrt.

In Afrika gibt es heute 53 unabhängige Staaten sowie das von Marokko besetzte Westsaharagebiet. Nicht selbstständig sind das britische Sankt Helena, die Kanarischen Inseln, außerdem Ceuta und Melilla, die zu Spanien gehören, sowie Réunion und Mayotte (französisch), Sokotora (zum Jemen gehörend) und Madeira (portugiesisch).

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Aufteilung Afrikas unter die europäischen Kolonialmächte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit Ausnahme Äthiopiens und Liberias ganz Afrika von Weißen beherrscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangten die afrikanischen Völker ihre Unabhängigkeit im Rahmen ihrer ehemaligen Kolonialgrenzen. Oft wandelten sich diese Staaten jedoch zu Einparteienherrschaft und Präsidialdiktaturen. Erst seit Beginn der 90er-Jahre gibt es demokratische Tendenzen. Allerdings gewinnt auch der islamische Fundamentalismus an Einfluss.

Hauptprobleme des Kontinents sind momentan ethnische und soziale Konflikte. Die Ausbreitung von Krankheiten wie Aids, Armut und Unterernährung tragen zur Problematik bei.

 

Welche Völkergruppen leben in Afrika?

In den Gebieten südlich der Sahara, genannt Schwarzafrika, leben viele Menschen mit dunkler Hautfarbe (Bantu- und Sudanvölker). Nördlich davon, im so genannten Weißafrika, leben Völker mit hellerer Hautfarbe wie Araber, Berber, hamitische oder semitische Völker. Asiatische Einwanderer haben sich im Osten und Südosten niedergelassen. Die ältesten einheimischen Völker sind die Hottentotten und die Buschleute im Süden sowie Zwergvölker wie die Pygmäen in der tropischen Region. Besonders in Südafrika leben viele Weiße mit europäischen Vorfahren.

 

Afrika - Wiege der Menschheit

Forscher gehen davon aus, dass das menschliche Leben seinen Ursprung in Afrika hat. In Olduvai, Tansania und Algerien wurden die ältesten Zeugnisse für das Auftreten des Menschen gefunden. Sie stammen aus der Zeit von vor 2,5 Millionen Jahren. Nähere Informationen in unseren Beitrag: Afrika - Wiege der Menschheit

Die vorkoloniale Geschichte Afrikas

Informationen über das vorkoloniale Afrika, besonders vor der Zeit der ersten europäischen Reisenden, sind nicht üppig gesät. Die Archäologie, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung nahm, liefert wichtige Erkenntnisse. Sie wird ergänzt durch historische Sprachanalysen, durch mündliche Überlieferungen, durch Kunst sowie durch menschliche Skelettrelikte. Auf diese Weise lassen sich zumindest Grundzüge der frühen afrikanischen Geschichte nachzeichnen - es ist beinahe, als wollte man ein Puzzlespiel zusammensetzen. Viele Informationen liegen aber gleichsam noch unter der Erde.

Wie waren die frühen Gesellschaften Afrikas organisiert? Unser Wissen ist begrenzt, aber so viel ist sicher: Die Gesellschaften des alten Afrika bestanden keineswegs aus verstreuten Menschengruppen, die in kleinen, aus Lehm- oder Grashütten bestehenden Dörfern lebten, so wie man sich das "rückständige" und "primitive" Afrika heute vorstellt. Eine Reihe von Regionen war sozial und kulturell hoch entwickelt. Staaten und Städte lassen sich nachweisen. Zu diesen Regionen zählen etwa Nubien - im heutigen Ägypten und Sudan gelegen - und Äthiopien, aber auch die westafrikanische Savanne, die Waldzone Westafrikas, die ostafrikanischen Küstenregionen und Inseln, das Simbabwe-Plateau sowie Teile Zentralafrikas. All diese Regionen besaßen trotz ihrer sehr unterschiedlichen Umweltbedingungen eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Dazu gehören: eine verhältnismäßig große Bevölkerungsdichte, Ackerbau und Viehzucht sowie, besonders wichtig, die Produktion von Eisengeräten. Es gibt an vielen Orten Hinweise auf technisch versierte und vielseitige Bautätigkeiten. Des Weiteren findet sich bereits ein vielfältiges städtisches Leben. Städte wie Gao, Koumbi Saleh oder Kilwa etwa dienten als wichtige Dreh- und Angelpunkte von Wirtschaft und Handel, als Zentren politischer und ritueller Macht oder als militärische Stützpunkte.

Über die politischen Systeme des vorkolonialen Afrika wissen wir ebenfalls recht wenig. Offenkundig gab es eine enorme Vielfalt politischer Ordnungen. Das Spektrum reichte von sehr einfachen Jäger- und Sammler-Gemeinschaften bis zu großen Monarchien. Zahlreiche afrikanische Könige herrschten über ausgedehnte Staaten, die zuweilen mehr als eine Million Menschen umfassten. Diese Könige erregten die Aufmerksamkeit zeitgenössischer europäischer Reisender, die vorkoloniale afrikanische Könige in der Regel als blutdürstige Tyrannen porträtierten. Die meisten Schilderungen basieren jedoch auf Hörensagen. Die Autoren neigten zu Übertreibungen, nicht zuletzt um zu beweisen, wie dringend die Afrikaner der "Hilfe" der Europäer bedurften. Ganz offensichtlich hatte Europa hier eine "zivilisatorische Mission". Daher sind diese Quellen mit Vorsicht zu genießen, obwohl es sicherlich in einigen Regionen Afrikas Traditionen und Bräuche gab, die den Europäern fremd und grausam vorkamen.

Shaka (ca. 1787-1828), der Begründer des großen südafrikanischen Zulu-Reichs, soll Leute, die in seiner Gegenwart zu niesen wagten, zu Tode geprügelt haben. Die Könige des ostafrikanischen Buganda (im heutigen Uganda) trugen angeblich Fußringe aus getrockneten menschlichen Sehnen. Und wenn der Asantehne, das Oberhaupt des westrafrikanischen Asante-Reichs (ca. 1680-1896), starb, wurden - so berichteten Europäer mit Abscheu - Kinder und Frauen auf grausame Weise geopfert, um den Herrscher ins Jenseits zu begleiten. Andere Quellen betonen allerdings die Freiwilligkeit der Totenfolge. Der französische Reisende Pierre Labarthe (1760-1824) notierte: "In Dahomey kommen die Weiber des verstorbenen Königs haufenweise herbei und wetteifern um die Ehre, mit demselben begraben zu werden, um ihn in dem jenseitigen Leben bedienen zu können. Man wählt aber nur 24 derselben aus, um dieser Ehre teilhaftig zu werden, und die übrigen wehklagen und schreien gegen die Ungerechtigkeit, welche sie davon ausschließt."

 

Eisernes Handwerk

Eisengeräte erleichterten jede Arbeit, für die man stabile Werkzeuge brauchte, erheblich. In Ost- und Zentralafrika ist das Schmelzen von Eisen für das 7. vorchristliche Jahrhundert nachgewiesen; in Westafrika für das 4. Jahrhundert vor Christus. Der Schmelzprozess ist vor Ort endeckt worden und wurde nicht, wie lange geglaubt, aus dem Mittelmeerraum importiert.

Die großen Reiche Westafrikas

Die frühe politische Geschichte Westafrikas, also die Zeit zwischen den 8. und dem 18. Jahrhundert, ist durch den Aufstieg und Niedergang zahlreicher Großreiche charakterisiert. Das erste bedeutende Reich ist das ungefähr 600 n. Chr. begründete, zwischen Senegal und Niger gelegene Soninke-Reich von Ghana. Es erlebte im 9. und 10. Jahrhundert seine Blütezeit. Mit dem heutigen Staat Ghana hat es geografisch gesehen nichts zu tun. Machtbasis der Monarchie von Ghana war die Kontrolle des Nord-Süd-Handels, Salz und Gold waren die zentralen Handelsobjekte. Einer der bekanntesten Texte über das alte Afrika stammt aus der Feder des islamischen Reisenden Al-Bekri (1014-1094). Er beschreibt eine Audienz am prachtvollen Herrscherhof von Ghana im 11. Jahrhundert, wo offenbar höfische Etikette eine außerordentlich wichtige Rolle spielten.

"Der König gewährt dem Volk, um seine Nöte anzuhören und ihnen abzuhelfen, Audienz in einem Pavillon, um welchen zehn Pferde aufgestellt sind, bedeckt mit goldgeschmückten Decken. Hinter ihm stehen zehn Pagen, die Schilde aus Leder und in Gold gefasste Schwerter tragen. Zu seiner Rechten halten sich die Söhne des Fürsten auf. Sie tragen prächtige Gewänder und ihre Haare sind mit Goldfäden geschmückt. Der Gouverneur der Stadt sitzt am Boden zu Füßen des Königs, umgeben von den Ministern, die ebenfalls am Boden sitzen. Den Eingang bewachen edle Hunde, die kaum je den König verlassen. Sie tragen Halsbänder aus Gold und Silber, die mit Schellen aus denselben Metallen besetzt sind."

Weiter östlich von Ghana entwickelte sich im 13. Jahrhundert das Mali-Reich zur neuen Regionalmacht. Dieses Reich erstreckte sich bald vom Atlantik bis zum Niger und von der Zentralsahara bis zum tropischen Regenwald im Süden. Die herrschende Dynastie des Reiches war zum Islam bekehrt. Der König Kanku Musa von Mali, der zwischen 1307 und 1332 regierte, unternahm eine Pilgerreise nach Mekka. Dank der Reisebeschreibungen des Schriftstellers Ibn Battuta (1304 bis ca. 1368) aus Tanger, der nach ausgedehnten Reisen, die ihn unter anderem nach China und Indien geführt hatten, Mitte des 14. Jahrhunderts auch Westafrika besuchte, haben wir auch Einblicke in das Leben in Mali. Besonders positiv fiel Ibn Battuta die Rechtssicherheit auf. Er notierte: "...die Schwarzen sind von allen Völkern jenes, das Ungerechtigkeit am meisten verabscheut...Der Reisende braucht ebenso wenig wie der ortsansässige Räuber und Diebe zu fürchten." Sittenwidrig fand er dagegen das Auftreten der Frauen. Er schrieb: "Alle Frauen, die beim König eintreten, sind nackt und tragen keinerlei Schleier über das Gesicht; selbst seine Töchter sind alle nackt."

Im 15. Jahrhundert schließlich erlangte mit dem Songhai-Reich ein weiterer Staat Vorherrschaft im westlichen Sudan, bevor er 1691 durch den Einfall marokkanischer Truppen zerstört wurde. Die Marokkaner waren der Armee der Songhais zahlenmäßig weit unterlegen, hatten jedoch einen großen Vorteil: Sie verfügten über Gewehre. Erwähnt werden muss schließlich das im 9. Jahrhundert begründete, im Tschadbecken gelegene Kanem-Borno, dessen Herrscher um 1100 den Islam als Religion annahmen. Dieses Reich sollte erst Ende des 19. Jahrhunderts seine Eigenständigkeit verlieren, als der Kolonialismus sich ausbreitete. Heute stellt es ein bedeutendes Bundesland im Nordosten von Nigeria dar.

Die großen westafrikanischen Reiche unterschieden sich in ihrem Aufbau erheblich. Alle wurden sie jedoch von Militäraristokratien beherrscht. Zudem spielten offenbar überall Sklavenfang und Sklavenhandel eine zentrale Rolle für die Begründung und Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft.

 

Wie kam der Islam nach Afrika?

Der Islam breitete sich nach seiner Entstehung im 7. Jahrhundert schnell nach Nordafrika aus und kam über Nordafrika aus und kam über nordafrikanische Händler ungefähr im 10. Jahrhundert zunächst nach Westafrika. Dort wurden die Normen des islamischen Rechts jedoch in sehr unterschiedlicher Weise übernommen und vermischten sich oft mit einheimischen Religionen. Nach Ostafrika gelangte der Islam über die arabische Halbinsel. Während arabische Muslime den Islam in den ostafrikanischen Küstenstädten festigten, wurde er vor allem durch Nomaden ins Hinterland getragen. In Nordafrika bedrohte das muslimische Reich von Harar im 16. Jahrhundert das christliche Äthiopien, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

 

Eine berühmte Universität in Afrika

In der Blütezeit Songhais im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt Timbuktu zu einem international bekannten kulturellen Zentrum, geprägt durch ihre islamische theologische Hochschule. Dort wurden neben theologischen Disziplinen damals auch Literatur, Geschichte, Geografie und Astronomie gelehrt.

Afrika im 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert stand weltweit unter dem Zeichen der Abolition, der Abschaffung von Sklaverei und Sklavenhandel. 1807 verbot das britische Parlament den transatlantischen Sklavenhandel. Knapp 40 Jahre später auch den Besitz von Sklaven. Auch die andere große europäische Sklavenhandelsmacht, Frankreich, verbot 1848 die Sklaverei. Um dem Verbot Nachdruck zu verschaffen, stationierte Großbritannien ein Geschwader der königlichen Marine in den Gewässern von Westafrika. Dieses Geschwader hatte den Auftrag, Handelsschiffe mit Sklaven an Bord zu stellen und die Sklaven zu befreien. Der Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen. Der Handel mit Menschen über den Atlantik ging trotz des Verbots und der Kontrollen noch lange weiter. Vor allem in Kuba und Brasilien fanden Sklavenhändler auch weiterhin Abnehmer. Das änderte sich erst, als diese beiden Länder in den 1880er-Jahren die Sklaverei ebenfalls untersagten und fortan auf freie Lohnarbeit setzten.

Für Afrika waren die Folgen der Abolition höchst widersprüchlich. Nur äußerst langsam löste der Handel mit Menschen ab. Der innerafrikanische Sklavenhandel nahm eher noch zu. Das galt vor allem für die Inlandsregionen Westafrikas. Dort hatten islamische Revolutionen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts neue Staaten mit einer Sklavenwirtschaft geschaffen. In Ostafrika stieg die Insel Sansibar dank ihrer Sklavenplantagen innerhalb weniger Jahre zum weltweit größten Produzenten von Gewürznelken auf. Zudem war die Insel Umschlagplatz für das Elfenbein, das von den Sklavenkarawanen aus immer entfernteren Gebieten des Festlandes herbeigeschafft wurde. Zu den reichsten und mächtigsten Kaufleuten der Region gehörte ein gewisser Hamed bin Muhammed el Mujerbi aus Sansibar, den Zeitgenossen Tippu Tip (ca. 1835-1905) nannten. Er besaß zahlreiche Plantagen und rund 100.000 Sklaven. Einem englischen Afrika-Reisenden erklärte er. "Wir reisen langsam, um Elfenbein und Sklaven zu sammeln. Ihr Weißen sucht bloß Flüsse und Seen und Berge und verschwendet eure Zeit."

Aber selbst in den küstennahen westafrikanischen Hauptproduktionsgebieten, wo Erdnüsse angebaut und Palmöl für den Export nach Europa gewonnen wurde, ging mit der Abolition keineswegs die Sklaverei zu Ende. Im Gegenteil: Vielerorts weitete sich die Sklaverei aus und intensivierte sich noch. Denn viele afrikanische Herrscher hatten kein Interesse an ihrer Abschaffung. Die Sklaverei hatte ihnen zur Macht verholfen, sie war über die Jahrhunderte hinweg zu einer akzeptierten Institution geworden und sie war ganz einfach praktisch: Auf keine andere Weise konnte man so einfach und billig zu Arbeitskräften kommen.

In Europa verbreitete sich indessen eine neue Sicht über die Afrikaner. Sie erschienen nun nicht mehr wie in der Debatte rund um die Abolition als versklavte Opfer; sondern als versklavende Tyrannen. Afrikareisende und Missionare wie David Livingstone (1813-1873) mahnten in Büchern und Vorträgen an, Afrika vom Joch der Sklaverei zu befreien. "Armes, versklavtes Afrika", schrieb Livingstone in einem seiner Bücher, "wann werden deine blutenden Wunden geheilt werden."

Mächte wie Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland verfügten nun über ein neues Argument, das es ihnen ermöglichte, die koloniale Aufteilung Afrikas als menschenfreundlichen Kreuzzug gegen Sklaverei und Sklavenhandel auszugeben. Die starke Hand eines Kolonialstaates schien vonnöten; ja sie schien gar die einzige Chance zu sein, um die Afrikaner von ihrer eigenen Gewalt zu schützen und nebenbei den Kontinent auch wirtschaftlich für europäische Firmen zu "öffnen". In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der afrikanische Kontinent nun systematisch kolonisiert.

 

Der Sklavenmarkt von Sansibar

Die Sklavenmärkte auf Sansibar beeindruckten und ekelten europäische Reisende gleichermaßen. Viele Sklaven starben bereits auf der Überfahrt von der ostafrikanischen Küste nach Sansibar. Manche Händler ließen die überlebenden afrikanischen Sklaven nackt, in Reih und Glied und nach Größe gestaffelt, aufmarschieren. Andere pferchten bis zu 150 Sklaven in sechs mal sechs Meter große Käfige und verkauften diese nur "im Paket".

Afrika in der Kolonialzeit

Auf der von Reichskanzler Otto von Bismarck 1884/85 einberufenen sogenannten Berliner Kongokonferenz schrieben die europäischen Großmächte die Aufteilung großer Teile Afrikas unter sich fest. Am Ende war auch der weltabgeschiedenste Winkel wenigstens formal einer von ihnen zugeschlagen. Nachdem man sich bisher Afrika auf Handelsposten und Missionen in relativ geringer Anzahl beschränkt hatte, wollte man nun den "schwarzen Kontinent" systematisch für die eigenen Interessen nutzen.

Die Kolonialherren mussten jedoch bald erkennen, dass sie ihre Herrschaft nur dann sichern konnten, wenn sie mit den afrikanischen Eliten zusammenarbeiteten. Die Herrschaft dieser Eliten versuchten die Kolonialherren gleichzeitig aber zu begrenzen oder gar zu zerstören - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Das Ziel, Afrikas Bodenschätze systematisch auszubeuten, gelang nur sehr bedingt. Zudem blieb der eigentliche Verwaltungsapparat schon aus finanziellen Gründen viel zu klein, um im gesamten Gebiet präsent sein zu können.

Charakteristisch war überdies, dass die Kolonialherren außerhalb der größten Städte nur durch einige europäische Stationsleiter und kooperierende afrikanische Herrscher vertreten waren. Eine flächendeckend präsente Verwaltung gab es nicht.

Die Schwäche kolonialer Herrschaft minderte allerdings nicht deren Gewalttätigkeit, sondern stärkte sie. Der koloniale Militär- und Polizeiapparat konnte, waffentechnisch den Afrikanern überlegen, einzelne Maßnahmen an einzelnen Orten durch Gewaltdrohung oder auch brutale Gewaltanwendung recht effektiv umsetzen. Aber er konnte es eben nicht jederzeit und an jedem Ort tun. Charakteristisch für den kolonialen Staat Afrika waren daher Willkür und Gewalt.

Weiterhin stützte sich der koloniale Staat auf Zwangsarbeit und Tribute. Diese Forderungen konnten zum Teil umgesetzt werden, nicht zuletzt mithilfe einheimischer Chiefs beziehungsweise Häuptlinge, die halfen, Steuern einzutreiben und Männer für Arbeitsdienste zu rekrutieren. Schwieriger als die Nutzung von Zwangsarbeit war es jedoch, Afrikanern den Zugang zu Land zu verwehren und sie auf diese Weise zur Arbeit für die Europäer zu zwingen. Denn Land gab es im Überfluss und niemand konnte die Bauern daran hindern, ein freies Stück Land zu beackern. Missionare und Lehrer versuchten mit Nachdruck, die Werte und sozialen Praktiken afrikanischer Gesellschaften umzuwandeln. Dies gelang nur bedingt. So traten zwar viele Afrikaner formal zum Christentum über, ließen es sich jedoch nicht nehmen, christliche, islamische und einheimische Praktiken zu kombinieren.

Die koloniale Herrschaft, so kurz sie war, hatte durchaus nachhaltige und umfassende Wirkungen. Neue Phänomene wie Urbanisierung und Wanderarbeit (Afrikaner arbeiteten häufig für einige Monate im Jahr auf von ihrer Heimat weit entfernten Plantagen, Minen oder Baustellen, um sich das Geld zu verdienen, das sie für die Steuerzahlungen an die Kolonialherren brauchten) veränderten nachhaltig die soziale Struktur afrikanischer Gesellschaften. Die Kontrolle der Älteren über die Jüngeren wurde schwieriger, da junge Männer und Frauen nun über mehr Möglichkeiten verfügten, dem Landleben zu entfliehen. 

Insgesamt ist die Geschichte der Kolonialzeit sehr widersprüchlich. Sie war auf der einen Seite geprägt von Gewalt, Ausbeutung, Rassismus und Arroganz gegenüber den kolonisierten Afrikanern. Auf der anderen Seite brachte die Kolonialherrschaft für einige Afrikaner auch neue Möglichkeiten und Perspektiven, etwa durch Bildungseinrichtungen. Es wäre sicherlich falsch, den Kolonialismus für alle Fehlentwicklungen verantwortlich zu machen, die wir heute in Afrika beobachten müssen. Aber bestimmte in der Kolonialzeit festgeschriebene Abhängigkeiten sind noch heute aktuell und erschweren den Weg des Kontinents in eine bessere Zukunft. So ist Afrika weiterhin lediglich Produzent und Exporteur von Rohstoffen, wäährend die industrielle Verarbeitung anderswo geschieht.

 

Brutale Ausbeutung

Ein besonders harsches Ausbeutungssystem etablierte der belgische König Leopold II (reg. 1865-1909) in der Kolonie Kongo. In den kautschukreichen Wäldern des riesigen Gebiets errichteten die neuen Kolonialherren Ende des 19. Jahrhunderts eine Terrorherrschaft. Die Bevölkerung wurde zum Gummizapfen in die Wälder getrieben. Gegen Säumige und Widerspenstige ging man mit brutalster Gewalt vor. Dörfer und Ernten wurden niedergebrannt, Frauen und Kinder in Geiselschaft genommen, unzähligen Menschen wurden zudem die Hände abgehackt. Dieses Vorgehen rief zunehmend Kritiker auf den Plan und eine umfassende Kampagne legte die Machenschaften in Leopolds Privatkolonie vor der Welt offen.

Dekolonisation und Unabhängigkeit in Afrika

Anfang der 1950er Jahre konnte und wollte niemand ahnen, dass das unabhängige Afrika schon bald Synonym für Kriege und Katastrophen sein würde. Als am 6. März 1957 die Goldküste als erste Kolonie südlich der Sahara ihre Unabhängigkeit erlangte und sich sogleich in Ghana umbenannte, war der Optimismus groß. "Lieber Selbstverwaltung mit Gefahr als Knechtschaft in Ruhe", so hatte der charismatische erste Präsident Ghanas und "Vater der Nation", Kwame Nkrumah (1909-1972) den Ton vorgegeben.

Rückblickend ist die Dekolonisation in Afrika geradezu rasant verlaufen . Nachdem Zweiten Weltkrieg mussten die europäischen Kolonialmächte zwar bald ihre Kolonien in Asien aufgeben, doch die Europäer dachten gar nicht daran , ihre Kolonialherrschaft in Afrika zu beenden - im Gegenteil! Ihr Interesse an den Rohstoffen Afrikas war größer denn je. Sie steckten sogar Geld in ihre afrikanischen Besitzungen, in den Bau von Straßen, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und den Bau von Schulen. Dies hatte allerdings weniger mit dem Willen zu tun, den Menschen in Afrika ein besseres Leben zu ermöglichen. Dahinter stand vor allem die Annahme, dass einige sozialpolitische Maßnahmen notwendig seien, um antikoloniale Kräfte in Schach zu halten.

Afrikanische Politiker gaben sich jedoch nicht so rasch zufrieden. Sie verlangten ohne Wenn und Aber politische Mitsprache. Rückenwind erhielten sie durch die internationale politische Großwetterlage. Die beiden neuen Supermächte, die USA und die Sowjetunion, verstanden sich als antikoloniale Kräfte und unterstützten , zumindest mündlich, die Unabhängigkeitsbestrebungen in Afrika. Weiteren Druck übten die neuen Großmächte Asiens aus, Indien etwa, vor allem aber China. Gleichzeitig wuchs bei den europäischen Kolonialmächten die Skepsis, ob sich ein weiteres Engagement in den Kolonien wirtschaftlich und politisch überhaupt lohnen würde.

Der Weg zur Unabhängigkeit verlief auf dem afrikanischen Kontinent vergleichsweise unblutig. Es gab jedoch Ausnahmen. In der britischen Siedlerkolonie Kenia etwa mussten in den 1950er-Jahren im Zuge des Mau-Mau-Aufstandes Tausende Menschen ihr Leben lassen. Zehntausend Afrikaner verbrachten mehrere Jahre in Gefängnissen und Umerziehungslagern und wurden rigorosen Umerziehungsprogramm unterworfen. Über 100.000 Menschen wurden in neue Dörfer zwangsumgesiedelt.

Die Unabhängigkeit Kenias konnten die Briten jedoch auch durch solche Maßnahmen nicht aufhalten. 1963 wurde das Land unabhängig, wie in den Jahren um 1960 die meisten afrikanischen Kolonien. Doch das "Reich der Freiheit", wie Kwame Nkrumah die Zeit nach dem Ende des Kolonialismus bezeichnete, erwies sich für die meisten Afrikaner als große Enttäuschung. Bürgerkriege, Diktaturen, Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen und Hungernöte prägten bald das Leben vieler Menschen. Der Staat war immer weniger in der Lage, selbst elementare Bedürfnisse seiner Bürger zu befriedigen, etwa das Recht auf Schulbildung.

Die Frage, was genau in Afrika nach dem Ende des Kolonialismus schiefgelaufen ist, ist schwer zu beantworten. Das wirtschaftliche Fundament der jungen Staaten Afrikas war relativ schwach. Die ländliche Bevölkerung zeigte sich dem Staat gegenüber skeptisch und setzte mehrheitlich die bewusste, mittlerweile seit Generationen erprobte Verweigerung gegen "die da oben" fort. Die Bauern praktzierten, also eher das Überlisten von Gewalthabern denn demokratische Beteiligung an der Politik. Diese Elite sah den Staat nicht zuletzt als Instrument privater Bereicherung an. So haben die unabhängigen Staaten Afrikas beides geerbt: den Kolonialstaat, der keine Grundlage für Demokratie und Zivilgesellschaft gelegt hat; und die Ablehnung dieses Staats durch die Mehrheit der Bevölkerung.

 

Was ist der Mau-Mau-Krieg?

So wird der Krieg eines Teils des Kikuyu-Volkes in Kenia gegen die britische Kolonialherrschaft genannt. Die genau Herkunft des Begriffs Mau Mau ist unbekannt. Der Konflikt, in dem die afrikanischen Freiheitskämpfer einen Guerillakrieg gegen die britischen Machthaber führten, dauerte von1952 bis 1957. Um die Unterstützung in der Bevölkerung zu unterbinden, wurden Zigtausende Menschen zwangsumgesiedelt oder in Lagern interniert. Die dort stattfindenden Menschenrechtsverletzungen und die darauf folgende "schlechte Presse" für die Briten trugen ebenso wie der enorme finanzielle Aufwand für den Mau-Mau-Krieg dazu bei, dass Kenia 1963 die Unabhängigkeit gewährt wurde.

 

Die Apartheid

Formal war Südafrika (seit 1910 Südafrikanische Union, seit 1961 Republik) keine Kolonie. Doch für viele war die Herrschaft einer kleinen weißen Minderheit über die große Mehrheit der schwarzen Bevölkerung geradezu der Inbegriff kolonialer Herrschaft. In Südafrika herrschte ein harsches System der "Rassentrennung", genannt Apartheid. Die schwarzen wurden in allen Lebensbereichen systematisch benachteiligt. Sie bekamen keine gute Ausbildung, keine guten Jobs, keine guten Wohnungen. So kann man sagen, dass erst mit der Wahl Nelson Mandellas (1918-2013) zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas im Frühjahr 1994 die Dekolonisation Afrikas formal endgültig abgeschlossen war.

Afrika heute

Afrika - Kontinent
Afrika

Nachrichten über Afrika sind schlechte Nachrichten. Die grausamsten Kriege und die schlimmsten Hungersnöte finden offenbar südlich der Sahara statt. Dort sind auch die verheerendsten Krankheiten zu Hause. Den meisten afrikanischen Staaten fällt es schwer, stabile Demokratien und Volkswirtschaften aufzubauen; viele werden von andauernden Machtkämpfen und Bürgerkriegen geschüttelt.

Einige Beispiele nur: Der Völkermord im zentralafrikanischen Ruanda gehörte zu den schrecklichsten Episoden im an Gräueln wahrlich nicht armen 20. Jahrhundert. Allein im April und Mai 1994 wurden zwischen 700.000 und eine Million Menschen (mehrheitlich Tutsi) ermordet. Im Süden Sudans, in der Provinz Darfur, zieht sich bereits seit einigen Jahren ein "Völermord auf Raten" hin. Mit der islamistischen Regierung des Sudan verbündete Reiterhorden verüben Gräueltaten an der Zivilbevölkerung Darfurs. Sie morden, vergewaltigen, brandschatzen und zerstören Siedlungen. Viele geben sich mit der Erklärung zufrieden, es handele sich in Ruanda und Sudan um uralte "Stammeskonflikte". Die internationale Gemeinschaft schaut weg. Afrika ist, vor allem nach dem Ende des Kalten Krieges, strategisch und wirtschaftlich unwichtig für die Welt. Wenn es heute im Meer versinken würde, hätte es wirtschaftlich kaum Auswirkungen auf die internationalen Börsen. So wird es mit seinen Krisen größtenteils allein gelassen.

Auch die Ausbreitung und die verheerenden Auswirkungen der Immunschwäche Aids sind im öffentlichen Bewusstsein vor allem mit Afrika verbunden. Dort scheinen alle Vorbeugungskampagnen gegen die Seuche nicht zu greifen. Jährlich über zwei Millionen Menschen sterben südlich der Sahara an Aids. Schätzungsweise jedes zweite Kind im Süden Afrikas wird in wenigen Jahren eine Aids-Waise sein.

Häufig trifft man auf die Einstellung: Im Grunde ist den Afrikanern nicht zu helfen. Dieses Bild von Afrika ist sehr problematisch. Es wäre falsch, sich die Krisen allein mit der Andersartigkeit der Afrikaner erklären zu wollen: Afrika ist, wie es ist, weil es Afrika ist. Damit macht man es sich sehr leicht - und etwas tun muss man auch nicht. Es gibt nicht nur einen Grund für die Probleme des Kontinents. Es hilft nicht weiter, die Misere entweder den afrikanischen Eliten und "der afrikanischen Kultur" oder auch finsteren neokolonialen Mächten oder "der Globalisierung" in die Schuhe zu schieben. Alle diese Faktoren und andere Einflüsse wirken an der gegenwärtigen Situation mit. Ebenso vielschichtig wie die Probleme müssen daher auch die Lösungsansätze sein.

Gibt es Positives zu berichten oder Licht am Ende des Tunnels? Das vergleichsweise friedliche Ende der Apartheid (Rassentrennung) in Südafrika 1994 und die Entstehung eines - wenn auch noch zerbrechlichen - demokratischen Gemeinwesens gehören sicherlich zu den bemerkenswertesten Entwicklungen der vergangenen Jahre. Zu beobachten ist überdies die Tendenz unter afrikanischen Politikern, stärker auf regionale und kontinentale Kooperationen zu setzen. Die 1963 gegründete Organisation für "Afrikanische Einheit" (OAU) - die lange als "Klub der Diktatoren" galt - wurde 2002 durch die "Afrikanische Union" ersetzt, die sich zumindest verbal für politische Reformen und Demokratie in Afrika einsetzt. Fest steht jedoch: Aus eigener Kraft werden sich die afrikanischen Staaten nur bedingt aus der Krise befreien können. Afrika ist auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen.

 

KrisenHerd Kongo

Der Einsatz von Bundeswehrsoldaten zur Sicherung der Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire) 2006 hat - kurzfristig - das Interesse der deutschen Öffentlichkeit auf das Riesenland im Herzen Afrikas gelenkt. Die Unabhängigkeit 1960 brachte auch hier nicht das von der Bevölkerung erhoffte "Reich der Freiheit". Bald putschte sich Colonel Joseph Mobutu an die Macht und hielt sich über Jahrzehnte fest. Seither ist das Land nicht mehr zur Ruhe gekommen. Der Kongo ist Reich an Bodenschätzen, etwa Kupfer, Gold und Diamanten. Doch bis heute profitieren nur wenige Kongolesen vom Rohstoffreichtum, die Mehrheit lebt weiterhin in bitterer Armut. Die Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze bringt dem Land mehr Fluch als Segen, solange es keine Zentralregierung gibt, die ein Gewaltmonopol etabliert und gleichzeitig den Willen hat, eine funktionierende Volkswirtschaft aufzubauen.

Kommentare: 0